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Deutsche Geflügelwirtschaft schlägt neues Kapitel des Dialogs auf: „10 Thesen“ zur Leistung der Branche stoßen auf reges Interesse

Berlin, 15. Mai 2013. Die deutschen Verbraucher mögen Fleisch. Gleichzeitig werden Aspekte der Erzeugung wie Tierschutz oder Lebensmittelqualität von der Öffentlichkeit zunehmend kritisch beobachtet. Hier setzt die deutsche Geflügelwirtschaft an, um das Vertrauen der Verbraucher zu stärken: Mit den „10 Thesen zur deutschen Geflügelwirtschaft“ schafft die Branche auf ihrer Website www.geflügel-thesen.de als erste Branche der Land- und Ernährungswirtschaft ein offenes Forum für eine umfassende und konstruktive Debatte zum Thema Nutztierhaltung. Die aktuell bereits über 200 eingegangenen Kommentare spiegeln ein breites Meinungsspektrum wider und verdeutlichen das Bedürfnis nach einem solchen Angebot.

Nur wenige Themen werden im Bereich der Ernährung gegenwärtig so emotional diskutiert wie der Fleischkonsum. Während der Pro-Kopf-Verbrauch von Geflügelfleisch mit 18,5 kg1 weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liegt und gerade einmal 1,6 Prozent der Deutschen einen vegetarischen Lebensstil pflegen2, scheint in der öffentlichen Diskussion der Fleischkonsum nicht mehr uneingeschränkt verantwortbar zu sein.

Branche geht bewusst auf alle sensiblen Themenfelder ein

Mit dem Ziel, die kontrovers und teilweise aggressiv geführte Diskussion in einen konstruktiven und faktenbasierten Dialog zu überführen, hat die Geflügelfleischbranche die „10 Thesen zur deutschen Geflügelwirtschaft“ formuliert und stellt diese auf der Website www.geflügel-thesen.de zur Diskussion. Dabei geht die Branche bewusst auf alle sensiblen Themenfelder in den Bereichen Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutz ein. Auch ganz konkrete Fragestellungen wie etwa der Antibiotikaeinsatz werden eingehend thematisiert. Die Thesen sind dabei mit wissenschaftlichen Fakten unterlegt und werden durch Grafiken veranschaulicht.

„Uns geht es vor allem um eine ehrliche Debatte“, sagt Dr. Thomas Janning, Geschäftsführer des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. (ZDG). „Das Vertrauen der Verbraucher ist essenziell für unsere Branche – und wir sind überzeugt davon, dass der Verbraucher zu Recht auf unsere hohen Standards vertrauen kann. Die Geflügelwirtschaft ist eine innovative, aufgeschlossene Branche, die sich dem Fortschrittsgedanken verpflichtet fühlt.“ Bei vielen Verbrauchern bestehe jedoch Unkenntnis über die tatsächlichen Gegebenheiten in der modernen Geflügelfleischerzeugung, stellt Janning fest: „Unser Ziel ist es, diese Informationslücken zu schließen, die Öffentlichkeit stärker an die Geflügelhaltung heranzuführen und dabei alle unterschiedlichen Perspektiven zu berücksichtigen.“

Aktuell über 200 Kommentare spiegeln gesamtes Meinungsspektrum wider

Dass das neue Informations- und Dialogangebot bei vielen Verbrauchern ein wichtiges Bedürfnis erfüllt, zeigen die regen Diskussionen auf www.geflügel-thesen.de. In den ersten Wochen seit Onlinestellung der Seite Mitte April sind bereits über 200 Kommentare eingegangen, die das gesamte Meinungsspektrum in der öffentlichen Diskussion widerspiegeln: Bekennende Fleischliebhaber melden sich ebenso zu Wort wie Veganer, der „ganz normale“ Verbraucher ohne Berührungspunkte zur Nutztierhaltung beteiligt sich genauso am Austausch wie praktizierende Landwirte. Auch die deutsche Geflügelwirtschaft selbst bringt sich hier immer wieder aktiv ein: Die Experten der Branche beantworten konkrete Fragen, bringen differenzierte Sichtweisen ein und reagieren auf Kritik. „Einem solchen offenen, ehrlichen und konstruktiven Dialog wollen wir als Branche uns nicht verschließen“, schildert Janning die Motivation hinter diesem neuartigen Schritt, der von der Branche in ihrer Gesamtheit getragen wird. Und deshalb lädt die deutsche Geflügelwirtschaft alle interessierten Verbraucher ein, sich aktiv in den Austausch zu den „10 Thesen der deutschen Geflügelwirtschaft“ einzubringen.

1 Marktinfo Eier & Geflügel, 2013

2 Nationale Verzehrsstudie II, 2008