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Brut und Schlupf von Geflügel

In Brütereien gelten von Anfang an hohe Hygienestandards

In spezialisierten Brütereien werden die Eier von Hähnchen- und Putenküken bis zum Schlupf der Tiere ausgebrütet. Hier gelten von Anfang an hohe Hygiene- und Qualitätsanforderungen. Wenn die befruchteten Eier aus zertifizierten Elterntierfarmen in der Brüterei ankommen, werden sie zunächst desinfiziert. Die Desinfektionskammer wird hierzu innerhalb von 30 Minuten auf 24 Grad erhöht. Die Luft wird mit einem Desinfektionsmittel angereichert. Das Ergebnis: Die Eischale ist nach dem Prozess zu 99,8 Prozent keimfrei.

UMGEHENDE DESINFEKTION DER BRUTEIER NACH ANLIEFERUNG

Die von speziellen Elterntierfarmen angelieferten Bruteier unterliegen von Anfang an hohen Hygiene- und Qualitätsanforderungen. Direkt nach der Anlieferung kommen sie für zwölf Stunden in eine Desinfektionskammer. Hierdurch wird gewährleistet, dass die Eischale zu 99,8 Prozent keimfrei ist.

So werden die Hähnchen- und Puteneier ausgebrütet

Nach der Desinfizierung verbringen die befruchteten Hähncheneier 18 Tage und die Puteneier 22 bis 25 Tage in einem sogenannten Vorbrüter. Hier wird durch regelmäßiges Wenden der Eier das natürliche Verhalten der Henne simuliert.

Nachdem alle Eier von einem Computer durchleuchtet worden sind, um festzustellen, ob sie befruchtet sind oder nicht, kommen die befruchteten Eier in den sogenannten Schlupfbrüter. Hier herrscht eine Temperatur von 37,6 Grad Celsius, eine stetige Wärme- und Luftzufuhr sorgt für optimale Bedingungen. Nach drei beziehungsweise fünf Tagen ist es dann soweit: Die Hähnchen- und Putenküken schlüpfen.

TECHNISCHE UNTERSTÜTZUNG FÜR DEN BRUTPROZESS

Im sogenannten Vorbrüter bleiben die Eier 18 Tage lang. Hier wird durch regelmäßiges  Wenden der Eier das natürliche Verhalten der Henne nachgeahmt.

COMPUTERGESTÜTZTE KONTROLLEN DER BRUTEIER VOR DEM SCHLUPF

In der sogenannten Umlage kontrolliert ein Computer, ob die Eier befruchtet sind oder nicht. Die befruchteten Bruteier kommen dann in den Schlupfbrüter.

Nach dem Schlüpfen werden die Tiere zum Geflügelhalter transportiert

Direkt nach dem Schlüpfen werden die Küken gegen Krankheiten, wie zum Beispiel Bronchitis, geimpft. Der Transport der Küken zu den Aufzuchtbetrieben erfolgt noch am selben Tag. Dabei achten die Brütereien während des Transportes darauf, dass die Tiere immer ausreichend Luft bekommen und es nicht zu heiß oder zu kalt ist. Für die Transporteure ist eine umfassende Prüfung, bei der sie ihre Sachkunde im Umgang mit Geflügel nachweisen müssen, gesetzlich verpflichtend. Tierärzte kontrollieren in der Brüterei die Einhaltung der Tierschutztransportverordnung. So kommen die Tiere schon wenige Stunden nachdem sie geschlüpft sind bereits in ihrem Stall an. Übrigens: Für die Geflügelfleischerzeugung werden sowohl männliche als auch weibliche Tiere gleichermaßen aufgezogen. Putenküken werden dabei nach dem Geschlecht getrennt, da die Aufzuchtdauer für Putenhähne und -hennen unterschiedlich lang ist. Für die Hähnchenaufzucht spielt das Geschlecht der Tiere keine Rolle: Männliche und weibliche Küken gleichen Alters werden gemeinsam gehalten.

BESTE VORAUSSETZUNGEN FÜR DEN SCHLUPF DER KÜKEN

Stetige Wärme- und Luftzufuhr sorgen für optimale Bedingungen im Schlupfbrüter, wo die Küken nach drei Tagen schlüpfen.  

TIERGERECHTER TRANSPORT DER KÜKEN ZUM GEFLÜGELHALTER

Der Transport der Eintagsküken erfolgt bereits wenige Stunden nach dem Schlupf, nach den Vorgaben der Tierschutztransportverordnung.