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Interaktiver Putenstallrundgang

Geflügelhof

Herzlich willkommen ...

… zum interaktiven Putenstallrundgang! Ich bin Erik Helmecke und führe Sie heute durch unsere zwei Putenställe: unseren Aufzuchtstall, in dem die jungen Tieren gehalten werden, und unseren Maststall mit den älteren Tieren. Entdecken Sie unterwegs, wie so ein Putenstall funktioniert, und erfahren Sie mehr über meine Arbeit als Geflügelhalter.

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Über die orangefarbenen Pfeile kommen Sie jeweils weiter.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Rundgang!

Los geht's!

Halter

Erik Helmecke - der „Junior“ des Putenhofs

Landwirtschaftsgeschichten sind oft Familiengeschichten. So ist es auch bei Erik Helmecke. Der 22-Jährige aus Sachsen-Anhalt ist ein Kind der Landwirtschaft – sein Vater führte den Betrieb aus der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft der damaligen DDR nach der Wende mit einem Partner fort. Schon von klein auf unterstützte Erik seinen Vater bei der Arbeit auf dem Betrieb. Heute umfasst der Hof seines Vaters 1.200 Hektar Ackerfläche, auf der Weizen, Raps, Gerste, Roggen, Mais und Hirse angebaut werden und die Putenhaltung. Insgesamt 24.000 Puten werden in vier Ställen gehalten. Die Zukunft des landwirtschaftlichen Betriebs wird irgendwann in Eriks Händen liegen: „Noch habe ich meinen Ausbildungsweg nicht ganz abgeschlossen, doch es ist auf jeden Fall mein Ziel, auf unserem Familienbetrieb in Zukunft mehr Verantwortung zu übernehmen. Und, klar – ich könnte mir schon vorstellen, den Betrieb irgendwann selbst zu führen“, sagt Erik.

Vielfältige Ausbildungswege führen in die Geflügelwirtschaft

Grundvoraussetzung, um Geflügel in Deutschland halten zu dürfen, ist der Sachkundenachweis. Nur wer die Sachkunde im Umgang mit den Tieren, insbesondere zum Tierschutz, nachweisen kann, erhält von den zuständigen Behörden eine Erlaubnis für die Geflügelhaltung. Wege, diese Sachkunde zu erlangen, gibt es viele. Das kann ein Sachkundelehrgang sein, die Ausbildung zum Tierwirt oder zur Tierwirtin oder auch ein Studium der Agrarwissenschaft. Erik ist ausgebildeter Landwirt. Auf diesen Abschluss sattelt er nun eine Ausbildung zum Techniker für Agrartechnik mit Schwerpunkt Landbau auf – eine Zusatzqualifikation, die zum Beispiel auch die Leitung größerer Betriebe erleichtert. Den Umgang mit den Tieren kennt Erik nicht nur aus seiner Ausbildung zum Landwirt, er steht auch im Rahmen seines praktischen Jahres in der jetzigen Ausbildung täglich im Stall. Auch hier im Putenstall arbeitet Erik bereits mit und unterstützt seinen Vater vor allem am Wochenende. In die Aufgaben und Herausforderungen eines eigenen Putenhofs soll er künftig hineinwachsen – mit seinem Vater und dessen Kollegen als wichtige Bezugspersonen und Mentoren.





Futtersilo

Der größte Teil des Futters stammt aus eigenem Anbau

Beim Blick auf den Stall fallen sofort die großen Futtersilos ins Auge, in denen das Futter für die Puten gelagert wird. Zum überwiegenden Teil handelt es sich hierbei um selbst angebauten Weizen von den Ackerflächen, die zu dem landwirtschaftlichen Betrieb gehören. Ganze 3.000 Tonnen Weizen nehmen diese Futtersilos im Jahr auf. Zusätzlich wird Ergänzungsfutter für die Tiere eingekauft und im Verhältnis 40 zu 60 mit dem eigenen Weizen vermischt. Dieser sogenannte Ergänzer enthält zumeist Soja und bringt noch einmal spezielle, für die Tiere wichtige Aminosäuren mit. Übrigens: Regenwälder werden für die Herstellung des für das Futter benötigten Sojaschrots nicht zerstört. Tatsächlich handelt es sich bei dem Sojaschrot sogar um ein Nebenprodukt der Speiseölerzeugung. Das zertifizierte Soja stammt nur aus ausgewiesenen Regionen Nord- und Südamerikas und entspricht einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Erzeugung.

Für jede Altersstufe der Tiere gibt es ein spezielles Futter

In der Putenhaltung werden je nach Alter der Tiere fünf verschiedene Futterarten verwendet. Sie unterscheiden sich zum einen in ihren Inhaltsstoffen: Jedes Futter beinhaltet genau jene Nährstoffe, die für die Tiere im jeweiligen Alter wichtig sind. So wird der Weizen zum Beispiel erst ab der 6. Lebenswoche der Küken dem Futter beigemischt. Zum anderen ist das Futter für die kleinen Küken viel feiner aufbereitet. Die sogenannten Pellets, also die Futterkügelchen, sind für die Schnäbel der Küken deutlich kleiner als für ihre großen Artgenossen.





Solar-Anlage

Die großzügigen Dachflächen werden für Solar-Anlagen genutzt

Auf dem Dach der Putenställe wurden im Jahr 2012 Solar-Anlagen installiert. Diese nutzen die flachen Dächer der Ställe optimal aus und wandeln die eintretende Sonnenenergie in elektrische Energie um, welche in das Stromnetz eingespeist wird. Das Ergebnis: sauberer Strom für unsere Netze und ein guter Nebenverdienst für den landwirtschaftlichen Betrieb.





Einstallen

Für Putenküken ist ein warmer Stall besonders wichtig

Die Putenküken kommen noch am Tag ihres Schlüpfens von der Brüterei im Putenstall an. Erik und die Mitarbeiter des Hofs bringen die Küken dann in kleinen Transportkisten in den Stall. Dieser ist zuvor bereits gereinigt, desinfiziert und anschließend auf eine Temperatur von circa 35 Grad Celsius aufgeheizt worden. Das ist wichtig, da die Küken ihren körperlichen Mechanismus zur Wärmeregulierung so früh noch nicht vollständig ausgebildet haben und sehr kälteempfindlich sind. Zudem wird vor dem sogenannten „Einstallen“ der Boden des Stalls mit Hobelspänen eingestreut, um den Tieren einen warmen und weichen Untergrund zu bieten. Spezielle Kükenringe begrenzen zu Beginn der Aufzucht die Fläche des mehrere tausend Quadratmeter großen Stalls, der sonst noch zu weitläufig für die kleinen Küken wäre.

Nach dem Einstallen, das etwa zwei Stunden dauert, bekommen die Tiere zunächst eine Stunde Ruhe, um sich an den Stall zu gewöhnen und sich zu orientieren. Erst dann werden die Futter- und Tränkebahnen von der Decke heruntergelassen. In der ersten Nacht ist dann immer ein Mitarbeiter zur Kontrolle mit auf dem Betrieb. Denn gerade in den ersten Tagen ist es sehr wichtig, sich besonders intensiv um die jungen Puten zu kümmern, bis diese sich an die neue Umgebung im Stall gewöhnt haben.





Technische Steuerung

So erfährt der Halter jederzeit, was im Putenstall los ist

Die technischen Steuerungsgeräte im Vorraum sind so etwas wie die Schaltzentrale des Putenstalls. Erik kann hier alle für die Tiere wichtigen Elemente im Stall steuern, wie zum Beispiel die Futterversorgung, die Jalousien zur Regulierung des Stallklimas oder die Wasserkühlanlage, wenn im Sommer die Temperaturen steigen. Außerdem liefern die Steuerungsgeräte wichtige Daten an den Halter, anhand derer er beurteilen kann, ob es den Tieren gut geht. So weiß Erik mit einem Blick auf die Steuergeräte zum Beispiel sofort über das Trink- und Fressverhalten der Herde oder das Gewicht der Tiere Bescheid.

Halter können sich heutzutage Tag und Nacht über ihre Herde informieren

Im Vergleich zu früher bieten moderne Ställe einiges an technischen Möglichkeiten. Und davon profitieren durch die bessere Kontrolle insbesondere die Tiere, wie Erik weiß: „Ich kann im Grunde jederzeit, egal wo ich bin, nachvollziehen, wie es im Stall aussieht, ob die Temperaturen im optimalen Bereich sind oder ob die Tiere gut fressen – und das 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.“ Wie das funktioniert? Durch eine intelligente App kann Erik alle Stalldaten live auf seinem Tablet-Computer abrufen. Die App informiert ihn auch aktiv, wenn es zum Beispiel einen Stromausfall im Stall gibt oder wenn die Temperatur im Stall um mehr als zwei Grad steigt. Doch trotz aller technischer Unterstützung ist es am Ende der Halter selbst, der durch seine zweimal täglich stattfindenden Rundgänge durch den Stall und aufgrund seiner Erfahrung am besten beurteilen kann, ob es den Tieren im Stall gut geht.





Dokumente

Warum es wichtig ist, über alles Buch zu führen

Die Hauptarbeit eines Putenhalters findet natürlich im Stall statt, bei den Tieren. Doch ein immer größerer Teil des Alltags wird auch fest für Büroarbeit eingeplant. Für die Führung des Betriebs, die Erik später einmal übernehmen möchte, sind das Aufgaben wie Verhandlungen mit Futterlieferanten, die Abstimmung mit Vermarktern oder die Planung des Personals. Immer stärker als früher fallen aber auch ganz konkrete Dokumentationspflichten an, die der späteren Kontrolle der Geflügelhalter insbesondere zu tierschutzrelevanten Fragen dienen.

Umfassende Dokumentationspflichten machen jeden Schritt der Haltung nachvollziehbar

Zu den wichtigsten Dokumentationsaufgaben gehört das tägliche Ausfüllen der sogenannten Stallkarte. Auf dieser werden jeden Tag die wichtigsten Daten in Bezug auf Stall und Tiere festgehalten: Wasserverbrauch, minimale und maximale Tagestemperatur, Reinigungszeitpunkte der Trinkwassereinrichtungen, Medikamentenvergabe, Zustand der Tiere und eventuelle Krankheiten, Verlustzahlen oder die Durchführung des vorgeschriebenen täglichen Alarmtests. Alle Dokumente des Halters werden später geprüft – zum Beispiel durch Amtsveterinäre oder spezielle QS-Kontrolleure, die auch unangekündigte Kontrollen durchführen, die sogenannten „Spot-Audits“. Diese sind Teil des QS-Systems, eines unabhängigen Kontrollsystems für die Herstellung von Lebensmitteln, dem nahezu alle Putenhalter in Deutschland angehören.

Das Gesundheitskontrollprogramm dokumentiert das Tierwohl in den Putenställen

In den „Bundeseinheitlichen Eckwerten für eine freiwillige Vereinbarung zur Haltung von Mastputen“, die das offizielle Regelwerk für die Putenhaltung in Deutschland bilden, ist zudem ein Gesundheitskontrollprogramm vorgesehen. In diesem werden festgelegte Parameter zum Tierwohl kontrolliert und festgehalten – wie zum Beispiel der Zustand der empfindlichen Fußballen der Puten. Die Daten des Kontrollprogramms werden später ausgewertet und den Haltern zur Verfügung gestellt. So bekommen diese mitgeteilt, wie gesund und gut ihre Tiere im Vergleich zu den Tieren anderer Putenhalter aufgewachsen sind – eine wichtige Rückmeldung für die eigene Arbeit, aus der sie direktes Verbesserungspotenzial für das Wohl ihrer Tiere ableiten und umsetzen können. Die Büroarbeit nimmt zwar jeden Tag etwa zwei Stunden in Anspruch, doch die Putenhalter profitieren von diesem Mehraufwand, indem sie genau sehen, welche Bereiche in ihrer Haltung gut verlaufen und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Beteiligen sich Putenhalter nicht am Gesundheitskontrollprogramm, dürfen sie übrigens nur eine geringere Anzahl an Tieren in den Ställen halten.





Fußbecken

Hygiene ist von höchster Bedeutung                       

Hygiene spielt eine sehr große Rolle in der Geflügelhaltung. So gibt es für Erik zwei wichtige Schritte zu beachten, damit von außen keine Keime in den Stall gelangen und die Tiere nicht krank werden. Zunächst taucht er seine Schuhe vor Betreten des Gebäudes in ein Wasserbad. Anschließend betritt er über eine sogenannte Hygienematte den Vorraum des Stalls. Hier zieht er spezielle Stiefel an, mit denen er später den geschützten Bereich des Stalls nicht verlassen darf. Über seiner normalen Kleidung trägt er einen speziellen Overall. Auf diese Weise gelangen keine Keime über die Schuhe in den Stall oder aus ihm hinaus.

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Kükenring

Wie sieht der Stall aus, wenn die frisch geschlüpften Küken kommen?

Zu Beginn der Aufzucht, wenn die Küken eingestallt werden, ist der Stall noch viel zu groß für die kleinen Tiere. Daher werden sogenannte Kükenringe eingezogen, die den Platz für die Puten zunächst so begrenzen, dass circa neun bis zehn Küken pro Quadratmeter in einem Kükenring zusammen sind.

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Denn Putenküken brauchen vor allem die Wärme und Nähe ihrer Artgenossen. Ohne die Kükenringe würden sich die Tiere im weitläufigen Stall verlieren. In der Anfangsphase der Aufzucht ist es zudem besonders wichtig, die Kükenringe gut auszuleuchten, damit die Puten sich optisch orientieren können und die Futter- und Tränkeeinrichtungen finden. So wird die Grundlage für eine gute Aufzucht der Tiere bereits in den ersten Tagen nach dem Einstallen gelegt.

Junge Tiere

Sind das Putenhennen oder Putenhähne – was glauben Sie?

Als Küken wurden die männlichen und weiblichen Tiere zunächst gemeinsam eingestallt und die ersten vier Wochen im gleichen Stall aufgezogen. Nach vier Wochen sind die Putenhennen in einen anderen Stall umgestallt worden, da sie ein anderes Wachstumstempo haben als ihre männlichen Artgenossen. In diesem Stall sind nun fünf Wochen alte Putenhähne untergebracht.

Puten sind sehr neugierige Tiere

Die Putenhähne sind sehr lebhaft. Sie bewegen sich aktiv über die gesamte Stallfläche und beschäftigen sich mit Picksteinen sowie anderen Beschäftigungsmaterialien. Auch sind Puten sehr neugierige Tiere. Wenn Erik in den Stall kommt, ist er sofort von den Tieren umgeben, die ihm auf seinem Weg durch den Stall sogar folgen.

Wie viele Tiere dürfen im Stall gehalten werden?

Die Anzahl der Tiere im Stall richtet sich nach ihrem Gewicht und wird über die sogenannte Besatzdichte angegeben. In der Putenhaltung beträgt die maximal zulässige Besatzdichte 45 Kilogramm pro Quadratmeter für Putenhennen und 50 Kilogramm pro Quadratmeter für Putenhähne. Wenn die Putenhalter am Gesundheitskontrollprogramm mit klar definierten Parametern zum Tierwohl teilnehmen, gilt eine maximale Besatzdichte von 52 Kilogramm beziehungsweise 58 pro Quadratmeter. Hier im Stall ist dieser Wert zurzeit natürlich viel geringer, denn die maximale Besatzdichte wird erst zum Ende der Aufzucht erreicht.

Die Schnabelspitzen der Tiere sind gekürzt – eine Maßnahme zum vorbeugenden Tierschutz

Noch am Tag des Schlüpfens werden den Küken in der Brüterei schonend die Schnabelspitzen gekürzt. Dies dient dazu, die Tiere vor späteren Verletzungen durch gegenseitiges Bepicken, das sogenannte „Federpicken“, zu schützen. Es ist somit eine Maßnahme zum vorbeugenden Tierschutz. In Deutschland wird hierzu ein spezielles Infrarotverfahren angewendet, das die schonendste Methode für die Tiere darstellt. Mit dem Infrarotstrahl wird die Spitze der Schnäbel kurz behandelt und fällt nach einiger Zeit von alleine ab. Offene Wunden oder Infektionen entstehen bei diesem Verfahren keine. Die Tiere hier im Stall haben bereits auf diese Weise gekürzte Schnäbel.





Futter

Was verbirgt sich wohl hinter „P2“?              

Über Futterbahnen wird das Futter für die Tiere von den Außensilos auf die zahlreichen Futterschüsseln verteilt. Es gibt dabei fünf verschiedene Futterarten, die je nach Alter der Tiere nacheinander verfüttert werden: P1, P2, P3, P4 und P5. Das „P“ steht dabei – genau – für Pute. Die Nummerierung gibt Aufschluss darüber, in welcher Wachstumsphase sich die Tiere befinden.

So unterscheiden sich die verschiedenen Futterarten

Die fünf Wochen alten Puten bekommen zurzeit noch P2-Futter, ab der kommenden Woche wird ihre Futterversorgung auf P3 umgestellt. Ab diesem Zeitpunkt wird dann Weizen von den Feldern des landwirtschaftlichen Betriebs der Helmeckes beigemischt. Das P2-Futter ist auch noch feiner als das grobkörnigere P3-Futter. Die Größe der Futter-Pellets wächst sozusagen mit dem Alter der Tiere, sodass die Puten das Futter jederzeit gut aufnehmen können.





Stallstrukturierung

Was glauben Sie, welche Tiere „oben sitzen“ dürfen?

Um den Stall für die Tiere abwechslungsreicher zu gestalten, haben Helmeckes hier spezielle Sitz- und Unterschlupfmöglichkeiten geschaffen. Solche Elemente zur Strukturierung der Ställe werden auch in den „Bundeseinheitlichen Eckwerten“ zur Putenhaltung empfohlen. Die Eckwerte bilden das Regelwerk für die Putenhaltung, das die Geflügelwirtschaft gemeinsam mit der Politik, der Wissenschaft und dem Tierschutz entwickelt hat. In diesem Stall sind zur Strukturierung Tische und große Strohballen integriert, auf denen die Puten sitzen können. Wer oben sitzen darf? Die ranghöchsten Tiere der Herde. Die niedrigrangigen Tiere hingegen suchen oft Unterschlupf unter den Tischen. Die Signalisierung des Rangs über ein erhöhtes Sitzen entspricht dem natürlichen Verhalten der Puten. Somit bieten die Tische und Strohballen den Tieren die Möglichkeit, ihren Rang innerhalb der Herde auszudrücken. Bei den Putenhähnen bildet sich dieses Verhalten um die dritte Lebenswoche aus.

Tränken

Kleine Tränken für kleine Tiere, große Tränken für große Tiere

Über die Tränken steht den Tieren zur jeder Tages- und Nachtzeit frisches Tränkwasser zur Verfügung. Für die fünf Wochen alten Tiere in diesem Stall sind die Tränken kleiner als die Tränken ihrer älteren Artgenossen, damit sie sie besser erreichen können. Im Inneren der Tränke befindet sich zusätzlich ein befüllter Tank, der verhindert, dass die Tränke durch das Anstoßen der Tiere ins Pendeln gerät und Wasser verschüttet wird.

An besonders heißen Tagen brauchen Puten übrigens zwei- bis viermal so viel Wasser wie unter normalen Bedingungen. Im Sommer geben manche Halter ihren Puten zudem gekühltes Trinkwasser, um die Tiere bei der Regulierung ihrer Körpertemperatur zu unterstützen.





Veterinär

Der Tierarzt ist der wichtigste Ansprechpartner für den Putenhalter

Jede Putenherde, die in Deutschland gehalten wird, wird neben dem Halter auch durch einen Veterinär betreut, den sogenannten Bestandsveterinär. Der Bestandsveterinär begleitet die gesamte Aufzucht einer Herde vom Einstallen bis zum Ausstallen. Einmal in der Woche kommt der Veterinär auf den Putenhof, um sich ein Bild von den Tieren zu machen. Dabei bespricht der Halter mit dem Bestandsveterinär jedoch nicht nur die Gesundheit der Tiere, sondern auch viele Aspekte des Stallmanagements, die das Wohl der Tiere beeinflussen, wie etwa die jeweils passende Lüftung und die Regulierung des Stallklimas.

Der Bestandsveterinär ist nicht nur dafür da, kranke Tiere zu behandeln

Diese Zusammenarbeit zwischen Halter und Veterinär ist sehr wichtig und stellt die optimale Betreuung der Puten sicher – und das von Anfang an. So ist der Veterinär nicht nur zugegen, wenn Tiere krank sind, sondern erarbeitet beispielsweise mit dem Halter gemeinsam zu Beginn der Aufzucht einen Impfplan. Die Tiere bei Erik werden nicht nur, wie gesetzlich vorgeschrieben, gegen die Newcastle Disease geimpft. Zusätzlich impft der Veterinär auch gegen weitere infektiöse Krankheiten. Das ist zwar nicht vorgeschrieben, es ist Eriks Vater aber wichtig, dass die Tiere optimal geschützt sind, wie er erzählt.

Antibiotika – nur wenn das Tier krank ist, niemals vorbeugend

Sollten die Tiere jedoch krank werden, dann ist es die Aufgabe des Veterinärs, eine Diagnose zu stellen und die Puten zu behandeln. Hierfür entnimmt er Proben von erkrankten Tieren und erstellt ein sogenanntes Antibiogramm – ein Labortest, der ihm genau zeigt, welches Antibiotikum für die Behandlung das Richtige ist. Antibiotika sind dabei jedoch nur das letzte Mittel der Wahl und werden nur eingesetzt, wenn keine alternative Behandlung mehr geeignet ist, um die kranken Tiere zu kurieren. Zur kalten Jahreszeit geben viele Putenhalter ihren Tieren auch zusätzlich Vitamine und Mineralstoffe ins Futter, um das Immunsystem der Tiere zu stärken. So wird eine Antibiotikagabe oftmals gar nicht erst notwendig.





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Krankenbucht

Schutz, Beobachtung, Genesung

Die Krankenbucht dient dazu, Tiere, die krank sind oder sich verletzt haben, von der übrigen Herde zu trennen. Damit sollen sie zum einen vor der Neugierde der anderen Tiere geschützt werden, zum anderen können sie in der Krankenbucht besser beobachtet werden und so auch besser genesen.

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Die häufigste Ursache für die Unterbringung in der Krankenbucht ist, dass Tiere lahmen, von anderen Tieren verletzt worden sind oder nicht aus eigener Kraft fressen und trinken können. „Bei circa 2 bis 3 Prozent der Tiere wird diese Maßnahme irgendwann einmal notwendig. Davon werden bei uns aber 70 bis 80 Prozent wieder gesund und kommen dann auch zurück in die Herde – unser Ziel ist ganz klar die Genesung der Tiere“, erzählt Erik. Sollte das Tier jedoch nicht gesund werden können, bleibt als letzter Ausweg einzig die Nottötung, um ihm weiteres Leiden zu ersparen.

Fenster

Die meisten Putenställe sind in offener Bauweise erbaut

Tageslicht und frische Luft bekommen die Puten durch die Stallfenster. An der Außenseite befinden sich bewegliche Jalousien, um das Klima im Stall zu regulieren. Zusätzlich gibt es eine Belüftung von oben.

Für Puten ist das richtige Stallklima besonders wichtig

Diese natürliche Lüftung im Stall stellt sicher, dass die Tiere ständig mit Frischluft versorgt sind und die optimale Temperatur gehalten wird. Sie hilft außerdem dabei, den Staub im Stall zu reduzieren, der durch aufgewirbelte Einstreu entsteht. Durch die offene Bauweise der Ställe beeinflusst das Wetter draußen immer auch das Klima im Stall. Die Jalousien reduzieren Zugluft durch den Wind, damit die Tiere nicht krank werden. Bei großer Hitze wird stark gelüftet, bei Kälte werden die Jalousien stärker geschlossen, um die Wärme im Stall zu halten. Auf dieser Seite des Stalls steht der Wind zurzeit günstig. Das derzeitige Außenklima ermöglicht optimale Bedingungen für die Tiere im Stall. Deshalb hat Erik die Jalousien heute weit geöffnet.

Während für die jungen Tiere die Temperatur im Stall recht hoch sein musste, entwickeln die ausgewachsenen Puten nun genug eigene Wärme, sodass die optimale Stalltemperatur für die hier 15 Wochen alten Tiere bei rund 18 Grad Celsius liegt. Die Luftfeuchtigkeit sollte optimalerweise zwischen 60 und 79 Prozent liegen.

Halter im Stall

Der Rundgang durch den Stall gehört zu den täglichen Aufgaben

Die Kontrollgänge durch die Herde, welche mindestens zweimal am Tag getätigt werden müssen, ist die wichtigste Aufgabe der Geflügelhalter. Nur wenn der Halter persönlich durch den Stall geht und die Herde begutachtet, kann er einen unmittelbaren Eindruck über den Zustand der Herde gewinnen. Für die Sicherung des Tierwohls ist das unabdingbar.

Der Halter kontrolliert täglich den Zustand der Herde und der Stalleinrichtungen

Schon heute übernimmt Junglandwirt Erik oft die täglichen Rundgänge durch die Putenställe. Jeden Tag muss der Halter mindestens zweimal nach den Tieren sehen – so ist es in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung vorgeschrieben. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Zustand der Tiere. Wie verhält sich die Herde generell? Sind einzelne Tiere zu sehen, die sich weniger bewegen? Gibt es vielleicht Verluste im Bestand oder sind Tiere krank? Daneben gilt es zu prüfen, ob auch die Stalltechnik richtig funktioniert: Stimmt die Luftqualität oder muss in der Belüftung nachjustiert werden? Ist die Einstreu noch trocken genug oder muss nachgestreut werden? Die Rundgänge vermitteln dem Halter ein Bild über das Wohlergehen der Herde und die Funktionstüchtigkeit der Stalleinrichtungen.

Auf das richtige Gefühl für den Zustand der Herde kommt es an

Viele Dinge kann Erik einfach auf den technischen Steuerungsgeräten ablesen, zum Beispiel die Temperatur im Stall. Doch ist diese für die Tiere gerade zu hoch oder zu gering? Fühlen sich die Tiere wohl im Stall? Das weiß der Halter nur, wenn er über Erfahrung im Umgang mit den Tieren verfügt. „Man muss ein Gefühl dafür entwickeln, wie es der Herde geht. Das lernt man sicher nicht von heute auf morgen, aber daher werden wir ja gut ausgebildet“, erzählt Erik. So sieht er beispielsweise am Verhalten der Tiere, ob die Temperatur im Stall angenehm ist oder nicht. Ist es zu kühl, dann rotten sich die Tiere zusammen, um sich zu wärmen. Ist es hingegen zu warm, bewegen sich die Puten wenig und meiden instinktiv den Körperkontakt.





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Krankenbucht

Schutz, Beobachtung, Genesung

Die Krankenbucht dient dazu, Tiere, die krank sind oder sich verletzt haben, von der übrigen Herde zu trennen. Damit sollen sie zum einen vor der Neugierde der anderen Tiere geschützt werden, zum anderen können sie in der Krankenbucht besser beobachtet werden und so auch besser genesen.

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Die häufigste Ursache für die Unterbringung in der Krankenbucht ist, dass Tiere lahmen, von anderen Tieren verletzt worden sind oder nicht aus eigener Kraft fressen und trinken können. „Bei circa 2 bis 3 Prozent der Tiere wird diese Maßnahme irgendwann einmal notwendig. Davon werden bei uns aber 70 bis 80 Prozent wieder gesund und kommen dann auch zurück in die Herde – unser Ziel ist ganz klar die Genesung der Tiere“, erzählt Erik. Sollte das Tier jedoch nicht gesund werden können, bleibt als letzter Ausweg einzig die Nottötung, um ihm weiteres Leiden zu ersparen.

Ältere Tiere

Warum sehen die Puten so unterschiedlich aus?

Die Putenhähne bei Erik sind nun 15 Wochen alt und haben sich in der Zwischenzeit sehr gut entwickelt. Sie sind gewachsen, ihr Federkleid ist ausgeprägter und der charakteristische Stirnzapfen am Kopf ist deutlich zu sehen. Dass sich in einer Herde aber nicht alle Tiere gleich schnell entwickeln, zeigt das unterschiedliche Aussehen der Tiere. Denn einige der Putenhähne „plustern“ sich schon auf – ein Zeichen ihres Balzverhaltens, das circa eine Woche zuvor bei einem Teil der Tiere begonnen hat. Um die 14. Lebenswoche setzt eine Hormonumstellung bei Putenhähnen ein, durch die sie sich in Auftreten und Aussehen stärker als zuvor verändern. Wann genau diese Umstellung erfolgt, ist jedoch von Tier zu Tier unterschiedlich.





Beschäftigungsmaterialien

Womit spielen Puten?                                        

Die Puten bei Helmeckes haben verschiedene Gelegenheiten, sich zu beschäftigen und ihrem Spieltrieb nachzugehen. Picksteine, von der Wand hängende Bänder und sich drehende Heukörbe sind beliebte Beschäftigungsmaterialien und werden von den Tieren intensiv genutzt. Die „Bundeseinheitlichen Eckwerte“ zur Putenhaltung, die die Geflügelwirtschaft als Regelwerk gemeinsam mit der Politik, der Wissenschaft und dem Tierschutz entwickelt hat, sehen solche Beschäftigungsmaterialien fest vor. Puten sind nämlich agile und neugierige Tiere. Deshalb sind Beschäftigungsmaterialien in den Ställen besonders wichtig für sie. Bei der Auswahl der Gegenstände gilt es für den Halter herauszufinden, welche Materialien die Puten tatsächlich spannend finden: So kann es sein, dass bei einer Herde die Heukörbe besonders beliebt sind, eine andere Herde hingegen findet vielleicht einfache Alltagsgegenstände wie etwa Plastikbecher besonders interessant, die knistern und knacken, wenn die Puten sie bepicken.

Beschäftigungsmaterialien sind seit Oktober 2013 in jedem Putenstall in Deutschland zu finden

In den „Bundeseinheitlichen Eckwerten” zur Putenhaltung, die das bindende Regelwerk für jeden Putenhalter bilden, sind Beschäftigungsmaterialien für die Tiere fest vorgesehen. Die Verpflichtung, den Tieren diese Materialien zur Verfügung zu stellen, ist – mit einer Reihe weiterer Verbesserungen – ein zentraler Bestandteil der im Oktober 2013 eingeführten Neuerungen in den Eckwerten. Zwei Jahre lang hatte die Geflügelwirtschaft zuvor mit Politik, Wissenschaft und Tierschutz an der Novellierung des Regelwerks gearbeitet. Im Fokus standen insbesondere Aspekte, die das Tierwohl betreffen – für die erkundungsfreudigen und neugierigen Puten sind die nun vorgeschriebenen Beschäftigungsmaterialien das beste Beispiel.





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Ausstallen

So funktioniert das Ausstallen ohne Stress für die Tiere

Nach 21 Wochen haben die Putenhähne in diesem Stall ihr Schlachtgewicht von circa 20 Kilogramm erreicht und sind bereit für das Ausstallen. Hier im Stall werden die Tiere nicht mehr „von Hand“ ausgestallt, sondern schonend über ein sogenanntes Ausstallband.

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Durch das Ausstallband wird unnötiger Stress für die Tiere verhindert

Beim Ausstallen wird ein Förderband in den Stall gebracht, das direkt in die Transportkisten im Transporter führt. Der Vorteil: Die Mitarbeiter, deren Gruppenleiter übrigens über einen tierschutzorientierten Sachkundenachweis verfügen muss, müssen die Puten nicht mehr von Hand greifen und in die Transportkisten verladen. So verursacht das Ausstallen weniger Aufregung bei den Tieren.

Ausgestallt wird immer nachts, weil die Tiere dann entspannter sind

Das Ausstallen aller Tiere in diesem Stall dauert circa 6 Stunden. Die beste Zeit dafür ist nachts, wie Erik erklärt: „Bei Dunkelheit sind die Tiere entspannter als tagsüber. Und im Sommer ist es nachts ja auch deutlich kühler, was das Ausstallen für die Tiere ebenfalls deutlich angenehmer macht.“

Einstreu

Warum ist trockene Einstreu so wichtig für das Tierwohl?

Der Stall der älteren Tiere ist mit Stroh eingestreut, das von den eigenen Feldern des landwirtschaftlichen Betriebs der Helmeckes stammt. Wichtig ist bei der Einstreu, dass sie trocken und locker ist. Denn nur auf trockener Einstreu können sich die Tiere komfortabel bewegen und ihre Fußballen bleiben gesund. Insbesondere die Gesundheit der Fußballen ist ein wichtiger Indikator für das Tierwohl, da diese bei den Puten besonders empfindlich sind. Putenhalter erhalten übrigens heute oftmals eine Sonderprämie von den Vermarktern, wenn die Fußballen der Tiere am Ende der Aufzucht in besonders gutem Zustand sind – wirtschaftlicher Erfolg und Tierwohl schließen sich also nicht aus, sondern bedingen sich sogar gegenseitig.

Die Einstreu soll den Puten einen warmen und lockeren Untergrund bieten, auf dem sie picken und scharren können, und muss daher insbesondere Feuchtigkeit gut binden können. Der Halter muss somit darauf achten, dass die Einstreu stets trocken ist.

Nachstreuen

Was macht der Trecker im Stall?                   

Um den Boden, auf dem die Puten sich bewegen, aufzufrischen und aufzulockern, können Halter die Einstreu im Stall entweder fräsen, also die Einstreu umwälzen, um frisches Einstreumaterial an die Oberfläche zu holen, oder sie können nachstreuen. „Wir streuen generell lieber nach“, erzählt Erik, „es hat sich gezeigt, dass dreimal wöchentliches Nachstreuen zur besten Bodenqualität für die Puten führt – auch wenn das vielleicht mehr Arbeit macht als das Fräsen.“

Nachgestreut wird mit einem speziellen Trecker mit Strohhäcksler

Um nachzustreuen, öffnet Erik die großen Tore des Stalls. Dann fährt ein Mitarbeiter mit einem Trecker, der einen Strohhäcksler hinter sich herzieht, vorsichtig in den Stall hinein. Erik läuft langsam vor dem Trecker her, um die Tiere behutsam vor sich herzutreiben. Der Strohhäcksler verteilt dahinter frisches Einstreumaterial im Stall. Durch das Nachstreuen erhalten die Puten einen frischen und trockenen Untergrund. In Zeiten, in denen das Wetter besonders feucht ist oder wenn Tiere krank sind, wird teilweise sogar jeden Tag nachgestreut.





Wintergarten

Immer mehr Putenställe haben Wintergärten

Wintergärten, also ganzjährig begehbare Außenbereiche, sind für Putenställe in Deutschland zwar nicht vorgeschrieben, werden aber immer häufiger bei neuen Ställen mitgebaut. „Man sieht, dass der Auslauf den Tieren gut tut“, sagt Erik. Der Wintergarten trägt viel zum Tierwohl bei. Die Erfahrung im Stall der Helmeckes zeigt auch, dass alle Tiere den Wintergarten irgendwann einmal nutzen. Puten sind sehr mobile Tiere, da bleibt keine Ecke des Stalls unerkundet.

Wasserkühlanlage

Wann kommt die Wasserkühlung zum Einsatz?

An heißen und schwülen Tagen muss der Stall zusätzlich gekühlt werden, um die Tiere bei der Regulierung ihrer Körpertemperatur zu unterstützen. Besonders Putenhähnen machen sehr hohe Temperaturen zu schaffen, weswegen in diesen Fällen die Wasserkühlanlage eingesetzt wird. Durch die Anlage wird kühles Wasser von oben in den Stall gesprüht – eine echte Wohltat für die Tiere. Denn das Wasser kühlt den Stall ab und verbessert die Luftqualität, da aufgewirbelte Einstreu zurück auf den Boden gelangt. Die Wasserkühlanlage wird dabei oft im Zusammenspiel mit der Lüftung verwendet. Dabei muss ein Gleichgewicht gefunden werden zwischen Befeuchtung und Lüftung, damit die Luft durch das Wasser nicht zu sehr vernebelt.

Dass die Einstreu durch die Wasserkühlanlage feucht wird, ist jedoch nicht zu befürchten. Es wird nur so viel Wasser in den Stall gesprüht, wie über die Lüftung wieder nach außen transportiert werden kann. „Wenn der Boden nass wird, dann hat der Halter etwas falsch gemacht“, erzählt Erik.

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Ausstallen

So funktioniert das Ausstallen ohne Stress für die Tiere

Nach 21 Wochen haben die Putenhähne in diesem Stall ihr Schlachtgewicht von circa 20 Kilogramm erreicht und sind bereit für das Ausstallen. Hier im Stall werden die Tiere nicht mehr „von Hand“ ausgestallt, sondern schonend über ein sogenanntes Ausstallband.

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Durch das Ausstallband wird unnötiger Stress für die Tiere verhindert

Beim Ausstallen wird ein Förderband in den Stall gebracht, das direkt in die Transportkisten im Transporter führt. Der Vorteil: Die Mitarbeiter, deren Gruppenleiter übrigens über einen tierschutzorientierten Sachkundenachweis verfügen muss, müssen die Puten nicht mehr von Hand greifen und in die Transportkisten verladen. So verursacht das Ausstallen weniger Aufregung bei den Tieren.

Ausgestallt wird immer nachts, weil die Tiere dann entspannter sind

Das Ausstallen aller Tiere in diesem Stall dauert circa 6 Stunden. Die beste Zeit dafür ist nachts, wie Erik erklärt: „Bei Dunkelheit sind die Tiere entspannter als tagsüber. Und im Sommer ist es nachts ja auch deutlich kühler, was das Ausstallen für die Tiere ebenfalls deutlich angenehmer macht.“

Herzlichen Dank

…für Ihr Interesse an unserem Putenstall. Sind Sie neugierig geworden, wie es im Vergleich in einem Hähnchenstall aussieht? Dann schauen Sie doch mal bei meinem Kollegen Malte Eickhoff vorbei: Hähnchenstallrundgang.


Viele Grüße

Erik Helmecke

Neu beginnen!