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Welche Gartechnik für welches Gericht?

Für die Zubereitung von leckeren Geflügelgerichten eignen sich die verschiedensten Garmethoden. Ob knusprig gegrillt, langsam geschmort oder sanft gedünstet – das Ergebnis wird sicher jeden begeistern. Grundsätzlich gilt dabei: Geflügelfleisch muss immer vollständig durchgegart werden.

Dünsten

Wer verstärkt auf die Kalorienzufuhr achten muss oder will, greift nicht nur gerne zu Geflügel, sondern achtet zusätzlich auch noch auf die Garmethode. Das Dünsten ist dafür ideal. Das zarte Geflügelstück, mit Alufolie umwickelt, bei niedriger Temperatur im Ofen dünsten. So bleibt der volle Geschmack erhalten und das Geflügel bleibt saftig. Leichter und besser verdaulich kann man Geflügel nicht zubereiten.

Kochen

Zum Kochen eignen sich hervorragend kleinere Hähnchen oder Teilstücke von Hähnchen und Puten. Einfach die Geflügelstücke in einen Kochtopf geben und leicht mit Wasser bedecken. Bei dieser Garmethode geht ein Teil der wertvollen Nährstoffe und des Geschmacks in das Kochwasser über. Bei Suppen und Fonds gehen die Nährstoffe aber natürlich nicht verloren, sondern werden mitgelöffelt.

Niedertemperaturgaren

Bei dieser Methode wird das Fleisch zuerst kurz angebraten und dann bei besonders niedriger Temperatur (ca. 80 °C) langsam gegart. Der Vorteil beim Niedertemperatur-Garen ist, dass es zu sehr geringen Bratverlusten kommt und das Bratenstück durch die schonende Garung zart und saftig bleibt.

Dämpfen

Beim Dämpfen wird das Geflügel in einem Sieb über dem Wasser gehalten. Der Dampf erreicht eine Temperatur von 100 °C. Wichtig ist, dass der Garbehälter geschlossen bleibt. Diese Methode ist besonders nährstoffschonend und auch der Geschmack bleibt erhalten. Hähnchen für Frikassee und Ragout kann man auf diese Art besonders gut zubereiten.

Druckgaren

Als Druckgaren bezeichnet man das Kochen oder Dämpfen in einem fest verschlossenen Druckkochtopf (Schnellkochtopf). Es wird ein Überdruck aufgebaut, so dass das Wasser bis auf etwa 120 °C erhitzt werden kann. Dadurch verkürzt sich die Garzeit. Diese schnelle und nährstoffschonende Zubereitungsmethode ist besonders gut für Frikassee und Eintöpfe geeignet – ideal für eilige Köche.

Schmoren

Beim Schmoren wird das Geflügel zuerst bei hohen Temperaturen rundum kräftig angebraten. Danach wird das Fleisch zu einem Drittel mit Brühe, Fond, Wein oder Wasser bedeckt und in einem Bräter mit geschlossenem Deckel langsam gegart. Hier darf die Temperatur nur ca. 100 °C betragen. Vorteil dieser Garmethode ist, dass das Geflügelstück, z. B. ein Rollbraten, saftig bleibt und gleichzeitig den Geschmack des Fonds annimmt. Aus dem Fond können Sie anschließend eine köstliche Soße zaubern.

Braten

Das Braten ist ein Garverfahren mittels trockener Hitze. Das Geflügel wird in heißem Fett bei 160 bis 200 °C in der Pfanne oder im Bratgeschirr auf dem Herd bzw. in heißer Luft, evtl. unter Fettzugabe, ab 160 °C im Backofen gegart und gleichzeitig gebräunt. Durch die Maillard-Reaktion, bei der Aminosäuren mit Zucker reagieren, entsteht eine chemische Verbindung mit angenehmem Aroma und typischer dunkler Farbe - die Kruste. Der Vorteil des Bratens liegt in der kurzen Zeit, bei der nicht so viel Saft austreten kann. Das Fleisch wird so außen schön knusprig und innen saftig und zart.

Kurzbraten

Flache Geflügelstücke wie Minutensteaks vom Hähnchen oder Putenbruststreifen für Salat in wenig heißem Fett kurz bei 180 bis 200 °C braten. Dabei geht wenig Fleischsaft verloren und es bildet sich eine wohlschmeckende Kruste. Je nachdem, welche Fettart Sie verwenden, können Sie die geschmackliche Note des Fleischs noch verstärken.

Grillen

Die Zubereitung von gegrilltem Geflügel ist schnell und einfach – und garantiert raffinierte Geschmackserlebnisse. Hier einige Tipps, damit der Grillspaß zum vollen Erfolg wird: Ganzes Geflügel nur am Spieß grillen. Als Füllung eignen sich Gewürze, Kräuter oder Früchte. Am Spieß Gegrilltes vor dem Tranchieren mindestens 5 Minuten ruhen lassen. Für den Grillrost eignen sich am besten frische Teilstücke wie Hähnchenschenkel, Puten- oder Entenkeulen. Durch Bestreichen mit Marinade, gewürztem Rapsöl oder Barbecue-Soßen während der Grillzeit bleibt das Fleisch saftig und die Haut wird knusprig. Außerdem bietet das Geflügelangebot im Handel bereits gewürzte oder marinierte Teilstücke für den schnellen Grillspaß.