Strenge Kontrollen Verantwortung für Mensch und Tier

Die deutschen Gesetze und Branchenstandards gehören zu den strengsten der Welt. Das finden wir gut. Und das lassen wir auch gerne überprüfen. Mit umfangreichen Kontrollen über den gesamten Erzeugungsprozess hinweg sorgen wir so für höchste Standards bei deutschem Geflügel.

Behördliche Kontrollen gehören für jeden Geflügelhalter zum völlig normalen Arbeitsalltag. Ausnahmslos jeder Durchgang wird im Stall von einem Amtsveterinär überprüft – das ist in der Nutztierhaltung in Deutschland einmalig. In der Putenhaltung gibt es im Rahmen dieser „Lebendtierbeschau “ entsprechend ca. drei bis vier amtliche Kontrollen pro Jahr, in der Hähnchenhaltung sind es rund sieben bis acht. Das bedeutet im Klartext: Mindestens alle fünf Wochen bzw. alle drei Monate ist ein Amtsveterinär zur behördlichen Kontrolle im Geflügelstall.

Durchgängige Kontrolle

Von Zucht bis Verarbeitung

Eigenkontrollen und Dokumentationspflichten

Das Tierwohl steht im Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit. Um sicher zu gehen, dass es den Tieren gut geht, schauen die Halter mindestens zweimal täglich bei ihren Kontrollgängen durch den Stall nach ihren Tieren. Das ist wichtig – denn sollte einmal etwas mit der Herde nicht in Ordnung sein, kann der Halter so jederzeit schnell reagieren. Er schaut sich dabei das Wohlergehen, Erscheinungsbild und Verhalten seiner Tiere ganz genau an. Neben seiner Sachkunde und Ausbildung spielen hierfür auch die oft langjährige Erfahrung und das dadurch entwickelte Gespür für die Tiere eine wichtige Rolle.

 

Die wichtigsten Daten zu Stall und Tieren hält der Geflügelhalter täglich in der Stallkarte fest. Hier wird dokumentiert, ob es den Tieren gut geht oder ob Krankheiten vorliegen und Medikamente verabreicht wurden. Auch die Zahl der während der Aufzucht gestorbenen Tiere und ihre Todesursache wird dort festgehalten. Mit diesen Kontrolldokumenten lässt sich so jeder Schritt der Geflügelfleischerzeugung nachprüfen.

QS-Kontrollen

Das QS-System ist ein stufenübergreifendes und europaweit einzigartiges Prüfsystem zur Qualitätssicherung bei der Lebensmittelherstellung. QS ist ein von der Wirtschaft selbst getragenes System und geht über gesetzliche Anforderungen deutlich hinaus. Etwa 95 Prozent der Geflügelhalter in Deutschland sind dem QS-System angeschlossen. Sie unterliegen somit höheren Standards, ausgeweiteten Dokumentationspflichten, insbesondere in Bezug auf die Medikamentenvergabe, und zusätzlichen Kontrollen – auch unangekündigt. QS steht damit für ein klares Bekenntnis der gesamten Branche: Wir wollen durch Kontrollen Vertrauen in unsere Arbeit schaffen – und kümmern uns selbst darum.

Gesundheits-Checks für die Tiere

Was macht der Bestandstierarzt?

Eine wichtige Rolle während der Aufzucht der Tiere spielt der Tierarzt, der den Bestand betreut. Er kontrolliert die Herde regelmäßig und steht den Geflügelhaltern vom Tag des Einstallens bis zum Ausstallen mit Rat zur Seite. Sollte ein Tier erkranken, entscheidet er über die richtige Behandlung und auch über den gegebenenfalls notwendigen Einsatz von Medikamenten.

 

Was macht der Amtsveterinär?

Zusätzlich kommt mindestens einmal während der Aufzucht der zuständige Amtsveterinär in den Stall, um den Zustand der Tiere auch aus behördlicher Sicht zu begutachten („Lebendtierbeschau“). Erst nach seiner Freigabe dürfen die Hähnchen, Puten oder Enten zum Schlachthof transportiert werden. Auch nach der Ankunft im Verarbeitungsbetrieb wird der Zustand der Tiere ein weiteres Mal von einem amtlichen Kontrolleur überprüft.

 

All diese Maßnahmen sorgen dafür, dass die Bestimmungen zum Wohlbefinden der Tiere eingehalten wurden.

 

 

Kontrollen zur Lebensmittelsicherheit

Auch bei Schlachtung und Verarbeitung finden regelmäßige Kontrollen statt. Dafür sorgen nicht nur die Verarbeitungsbetriebe selbst, sie werden dabei auch von Behörden und Amtsveterinären unterstützt.

 

Mehr zu den umfangreichen Kontrollen bei Schlachtung und Verarbeitung lesen Sie hier.

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J.Smit

Ging es nicht um eine Jeans im Geflügelstall?

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