Strenge Kontrollen bei der Schlachtung Tierschutz hat Priorität

Wie in der Haltung, hat auch bei der Schlachtung von Hähnchen, Puten und Enten der Tierschutz oberste Priorität. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten Standards vor.

Die Grundlagen Alles genau nach Plan

Gesetze, Kontrollen und qualifiziertes Personal – so wird sichergestellt, dass der Schlachtvorgang professionell durchgeführt wird.

Gesetzliche Grundlagen – strenger als auf EU-Ebene

Die Schlachtung von Nutztieren ist in Deutschland gesetzlich genau geregelt. Die wichtigste Grundlage dafür: das deutsche Tierschutzgesetz. Hier sind zusammen mit ergänzenden Verordnungen klare Voraussetzungen für die Schlachtung formuliert. Gut zu wissen: Die Regelungen des deutschen Tierschutzgesetzes und der deutschen Tierschutz-Schlachtverordnung gehen dabei sogar über die Vorgaben der entsprechenden EU-Verordnung hinaus.

Eine zentrale gesetzliche Anforderung: Die Tiere dürfen nur so getötet werden, dass jede vermeidbare Art von Schmerzen, Leid, Stress oder Aufregung verhindert wird.

Die behördlichen Kontrollen – Tierschutz im Fokus

Rund um die Schlachtung greifen gleich mehrere behördliche Kontrollen, die dafür sorgen, dass alles im Sinne des Tierschutzes abläuft. Dazu gehört zunächst die Kontrolle einer Herde durch den Amtstierarzt direkt im Stall vor dem Transport zum Schlachthof – die sogenannte Lebendtierbeschau. Dabei begutachtet der Amtsveterinär den Zustand der Herde, untersucht stichprobenartig einzelne Tiere und überprüft außerdem noch einmal abschließend die Kontrolldokumente, zum Beispiel auch auf Medikamentenvergabe und die Einhaltung von vorgeschriebenen Wartezeiten, um gesundheitlich bedenkliche Rückstände im Geflügelfleisch ausschließen zu können. Nur wenn hier alles in Ordnung ist, gibt er die Tiere für den Transport zum Schlachthof frei. Am Schlachthof kontrolliert ein weiterer Amtstierarzt, ob die Tiere den Transport gut überstanden haben.

 

Ganztägig sind zudem ein Amtsveterinär und amtliche Fachassistenten im Schlachtbetrieb anwesend und überwachen den Schlachtvorgang.

Das Schlachthofpersonal – mit Sachverstand am Werk

Wer bei der Betäubung und Schlachtung mitarbeitet, besitzt immer einen Sachkundenachweis. Diesen Nachweis kann man nur bei einer durch die zuständige Landesbehörde autorisierten Schulungseinrichtung erwerben. So ist sichergestellt, dass das Schlachthofpersonal in der qualifizierten Durchführung der Betäubung geschult ist. Darüber hinaus gibt es nach EU-Recht in jedem Schlachtbetrieb einen Tierschutzbeauftragten, der im Sinne des Tierschutzes im Zweifelsfall weisungsbefugt gegenüber den Mitarbeitern des Betriebes ist.

Sachgerecht und tierschutzkonform Betäubung

Bei jeder Schlachtung gilt: Tiere dürfen niemals ohne vorherige und sachgerechte Betäubung getötet werden. In Deutschland werden Hähnchen, Puten und Enten stets tierschutzkonform durch CO2-Zufuhr oder ein Elektrowasserbad betäubt.

Schritten der Luftsauerstoff durch CO2 ersetzt wird. Dadurch werden die Tiere zuerst in einen Dämmerzustand versetzt und anschließend betäubt. Sichtfenster im Tunnel erlauben eine einfache und rasche Kontrolle des Vorgangs. Die betäubten Tiere werden anschließend in ein Schlachtband eingehängt.

Bei der selteneren Methode der Elektro-Wasserbadbetäubung werden die Tiere kopfüber in ein Transportband gehängt und durch ein unter Spannung stehendes Wasserbad geführt.

Schlachtung Unter ständiger Aufsicht

Verarbeitung Die Lebensmittelsicherheit immer Blick

Klare Regeln Vom Schlachthof zum Verbraucher

Strenge Hygienevorschriften und eine lückenlose Kühlkette sorgen für einwandfreies Geflügelfleisch bis hin zur Ladentheke.

Lückenlose Kühlung

Die Kühlkette beginnt direkt nach der Schlachtung – und wird bis zum Verkauf des Geflügelfleischs nicht mehr unterbrochen. Der gesamte Verarbeitungsbereich ist deshalb aufgebaut wie ein großes Kühlhaus. So wird dafür gesorgt, dass das bei der Weiterverarbeitung des Geflügelfleisches unverzüglich eine Kerntemperatur von -2 bis 4 Grad Celsius erreicht wird.

Genaue Verarbeitung

Im gekühlten Verarbeitungsbereich gelten außerdem besonders strenge Hygienevorschriften. Hier wird das Geflügel zerteilt, zum Teil schon gewürzt oder paniert.

Bei der Zerlegung des Geflügels in Teilstücke wie Flügel, Schenkel und Filets werden die Mitarbeiter des Verarbeitungsbetriebs technisch unterstützt, genau wie beim Wiegen und Portionieren. Am Ende dieses Arbeitsschrittes werden die mit den verkaufsfertigen Teilstücken bestückten Schalen über Bänder zur Verpackungsabteilung transportiert.

Einwandfreie Verpackung

Die Schalen mit den portionierten Geflügelteilstücken werden in der Verpackungsabteilung mit Folien unter Schutzatmosphäre verschlossen und anschließend etikettiert. Auf dem Etikett sind wichtige Angaben, z.B.:

  • die Herkunft des Geflügelfleischs
  • die Angebotsform
  • das Verbrauchsdatum
  • die Chargennummer

Durch die aufgedruckte Chargennummer kann das Geflügelfleisch bis in den Verarbeitungsbetrieb zurückverfolgt werden.

Frisch durch kurze Wege

Von der Schlachtung bis zum Verladen der Geflügelfleischprodukte aus den gekühlten Lagerräumen auf den Kühl-Lkw vergeht maximal ein halber Tag. Dann geht es direkt weiter zum Verkaufsort. Die kurzen Wege, die heimisches Geflügelfleisch vom Schlachthof zum Supermarkt zurücklegt, sorgen dafür, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird und das Geflügelfleisch besonders frisch ist.

 

Das wissen auch die Verbraucher zu schätzen: So werden heute beispielsweise fast drei Viertel des Hähnchenfleischs als Frischware angeboten.

 

Auch für die Kühlräume und die Verkaufsflächen der Supermärkte gelten strenge Vorschriften und Qualitätsstandards, die regelmäßig kontrolliert werden.

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Törsiep Elisabeth

Hallo, ich habe gleich zwei Fragen: 1. Hat die Charta ein Logo, andere, ich erkenne dass das was ich zu...

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