Alles Bio, alles gut? Gesamtgesellschaftlicher Nutzen moderner Geflügelfleischerzeugung

Die weltweiten Rahmenbedingungen für die Land- und Ernährungswirtschaft ändern sich aufgrund der stark wachsenden Weltbevölkerung derzeit drastisch – bis 2050 wird sich die Nachfrage auf den Agrarmärkten etwa verdoppeln.

Dies wird zu einem enormen Druck auf die weltweite Agrar- und Ernährungspolitik führen. Noch stärker als bisher wird zukünftig Geflügelfleisch einen entscheidenden Anteil an der Ernährung der Weltbevölkerung einnehmen. Gleichzeitig wird in Deutschland aber auch immer wieder eine Umstellung von konventionellen auf extensive und ökologische Erzeugungsverfahren diskutiert. Antworten auf diese Fragen haben große gesellschaftliche Auswirkungen.

Diese möglichen Auswirkungen und Szenarien untersucht eine breit angelegte Studie. Der direkte Vergleich mit der modernen Erzeugung von Geflügelfleisch zeigt: Weder aus wirtschaftlichen noch aus ökologischen Gesichtspunkten ist eine Komplettumstellung auf alternative Erzeugungsarten wünschenswert. Warum ist das so?

Eine Umstellung auf alternative Erzeugungsverfahren würde zu einer (deutlichen) Erhöhung der Produktionskosten führen. Weniger Geflügelfleisch aus Deutschland bzw. der EU und sinkende Einnahmen für Volkswirtschaft und Geflügelhalter wären die Folge. So würden zum Beispiel die landwirtschaftlichen Einkommen innerhalb der EU bei einer Komplettumstellung auf ökologische Erzeugung um deutlich mehr als 8 Mrd. Euro sinken.

Alternative Verfahren sind weniger effizient und benötigen mehr Ressourcen, insbesondere Land und Wasser. Bis zu 160 000 ha Ackerfläche und bis zu 2,3 Mrd. Kubikmeter Wasser können durch die moderne Geflügelfleischerzeugung in Deutschland im Vergleich zu einer Umstellung auf ökologische Erzeugung eingespart werden. Auch bis zu 30 Mio. Tonnen CO2-Ausstoß könnten vermieden werden.

Fazit: Alles bleibt gut

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Törsiep Elisabeth

Hallo, ich habe gleich zwei Fragen: 1. Hat die Charta ein Logo, andere, ich erkenne dass das was ich zu...

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