Immer sauber bleiben Hygiene

Die deutschen Gesetze und Branchenstandards gehören zu den strengsten der Welt. Das finden wir gut. Denn strenge Hygienemaßnahmen tragen maßgeblich dazu bei, die Tiergesundheit zu erhalten.

Vor dem Einstallen

 

Bevor die Tiere von der Brüterei in den Stall kommen, wird der Stall gründlich gereinigt: Der gesamte Stall wird mit einem Desinfektionsmittel eingeschäumt und dann mit Hochdruck gesäubert. Anschließend wird er mit frischer, natürlicher Einstreu aus Strohhäckseln, -granulat, Holzspänen oder Stroh ausgelegt.

 

Eine hochwertige Einstreu ist auch im Hinblick auf die Gesundheit der Tiere ein wichtiger Faktor für eine tiergerechte Haltung. Denn die richtige Einstreu hält die Fußballen der Tiere trocken und verhindert damit Entzündungen. Während der Haltung ist die Fußballengesundheit ein wesentlicher Indikator zur Beurteilung des Tierwohls bei Hähnchen und Puten. Außerdem bindet die Einstreu Ausscheidungen und sorgt für ein günstiges Mikroklima im Stall.

Arbeitskleidung

Unsere Tiere sollen gesund sein. Effektive Hygiene ist dabei der beste Schutz, um die Tiere zu schützen – insbesondere vor Tierseuchen wie der Vogelgrippe, die über den Kot von Wildvögel von außen in den Stall getragen werden kann. Daher sorgen die Geflügelhalter mit speziellen Hygieneroutinen und Arbeitskleidung dafür, keine Keime in den Stall zu tragen. Der Geflügelhalter betritt den Stall immer durch einen Vorraum. Dort zieht er spezielle Arbeitskleidung (Overall und Stiefel) an und geht damit durch mindestens eine weitere Hygieneschleuse, die beispielsweise mit einer Hygienematte oder einem Fußbecken mit Desinfektionslösung ausgestattet ist. Von dort gelangt er dann in den Stall zu den Tieren.

 

Sie wollen sich selbst ein Bild von unseren hohen Standards machen? Die deutsche Geflügelwirtschaft lädt zum Beispiel Schulklassen zur Stallbesichtigung ein. Schreiben Sie uns einfach!

Nach dem Ausstallen

Wenn die Tiere am Ende der Aufzucht ausgestallt werden, beginnt der Prozess von vorne. Die Einstreu kommt mit dem Mist auf die Felder und dient dort als hochwertiger Dünger – oder wird in Biogasanlagen zur Energiegewinnung genutzt. Danach wird der Stall erneut gereinigt und desinfiziert, um ihn für die nächsten Küken vorzubereiten.

 

Der Tierarzt entscheidet Einsatz von Antibiotika

Wann dürfen Antibiotika verabreicht werden?

Schon seit 2006 sind wachstumsfördernde Antibiotika in der Tierhaltung EU-weit verboten. Der Einsatz von Antibiotika erfolgt immer unter Einhaltung klarer Richtlinien:

  • Niemals vorbeugend
  • Niemals zur Wachstumsförderung
  • Ausschließlich zur Behandlung erkrankter Tiere
  • Nur nach Diagnose und auf Anordnung eines Tierarztes

Wie sorgen Halter für weniger Einsatz von Antibiotika?

Mit ihrer Sachkunde und langjährigen Erfahrung sorgen die Halter dafür, dass ihre Tiere gar nicht erst krank werden. Wichtige Maßnahmen dabei sind:

  • Optimales Stallmanagement und richtige Haltungsumgebung (zum Beispiel gutes Stallklima)
  • Trockene Einstreu für ein günstiges Mikroklima und gesunde Fußballen
  • Bedarfsgerechtes Futter mit allen notwendigen Vitaminen und Aminosäuren (optimale Nährstoffzusammensetzung)
  • Probiotika zur Stärkung der für die Tiergesundheit förderlichen Bakterienstämme
  • Vermehrter Einsatz von stallspezifischen Impfstoffen

Wie sorgt die Branche für weniger Antibiotikaeinsatz?

Um den Antibiotikaeinsatz auf ein Minimum zu reduzieren, wurde im Rahmen des QS-Systems bereits 2012 ein Antibiotika-Monitoring eingeführt. Die so gewonnenen Daten bilden die Grundlage, um bei Bedarf individuelle Strategien in Zusammenarbeit mit dem betreuenden Bestandstierarzt zu erarbeiten und den Antibiotikaverbrauch weiter zu senken.

Wieviel Antibiotika landet im Geflügelfleisch?

Klare Antwort: keine! Denn auch wenn das lebende Tier zur Behandlung einer Infektion Antibiotika bekommen hat: Geflügelfleisch enthält nachweislich keine gesundheitlich bedenklichen Antibiotikarückstände. Dafür sorgt die gesetzlich vorgeschriebene und veterinärmedizinisch kontrollierte Wartezeit zwischen Antibiotikaeinsatz und Schlachtung. Alle aufgenommenen Medikamente werden in dieser Zeit vom Organismus der Tiere abgebaut. Dies bestätigt nicht zuletzt der jährliche Nationale Rückstandskontrollplan des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Frei von gesundheitlich bedenklichen Antibiotikarückständen

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Zur Antwort
Meier

was muss ich tun, damit ich mit meinem Geflügelgenuss nicht mitschuldig werde am Hähnchenschreddern oder am Schnäbelkürzen?

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