Im Dienste der Geflügel-Republik Wer wir sind und was wir leisten

Das beste Geflügelland der Welt zu sein. Das treibt uns, die deutsche Geflügelwirtschaft, tagtäglich an. Einen Überblick über unsere Branche, unseren Anspruch und unsere Ausbildung können Sie sich hier verschaffen.

Modern, vorausschauend, verantwortungsvoll

Die Branche im Überblick

Unsere Branche ist eine tragende Säule der Land- und Ernährungswirtschaft in Deutschland. Unsere Betriebe erzeugen rund 95 Prozent des deutschen Hähnchen-, Puten- und Entenfleisches und sorgen mit ihrer Arbeit für rund 170.000 Arbeitsplätze. Zu uns gehören landwirtschaftliche Geflügelhöfe, Geflügelzuchtunternehmen, Brütereien, Schlachtereien und Betriebe zur Weiterverarbeitung und Vermarktung von Geflügelfleisch sowie Geflügelfleischprodukten. Wir stehen für die gesamte Wertschöpfungskette der Geflügelfleischwirtschaft: vom Schlupf über die Aufzucht bis zur Schlachtung und Verarbeitung.

 

Wir – das sind zum großen Teil selbstständige Landwirte mit Betrieben, die oft bereits seit mehreren Generationen in Familienhand sind. Wir und unsere Familien leben von diesem Beruf, sind täglich in den Ställen und widmen uns Tag für Tag der Aufzucht von Hähnchen, Puten und Enten. Und wir wollen, dass auch unsere Kinder stolze, ehrbare, erfolgreiche Tierhalter und Unternehmer sein können.

 

Wir sind ein moderner Landwirtschaftszweig mit einer noch jungen Geschichte. Tief verwurzelt in der Landwirtschaft, haben wir den Produktionszweig der Geflügelfleischerzeugung als zukunftsweisend erkannt. Unsere Geflügelerzeuger stammen häufig aus Familienbetrieben, in denen schon seit Generationen Nutztiere gehalten werden. Ein Zweig der Landwirtschaft mit Zukunft und wachsender Wirtschaftskraft und ein relevanter Standortfaktor im ländlichen Raum: Die gesamte deutsche Geflügelwirtschaft trägt rund 9 Milliarden Euro zur Bruttowertschöpfung in Deutschland bei.

 

Die hohe Innovationskraft und nachhaltig-wirtschaftliche Orientierung zeigt sich oft direkt auf unseren Höfen: Viele moderne Geflügelhalter rüsten ihre Ställe mit einer Biogas- und/oder Solaranlage auf und sorgen so für eine solide wirtschaftliche Erlösgrundlage im Einklang mit der Umwelt.

 

Wir erzeugen ein Lebensmittel, welches sich wachsender Beliebtheit erfreut. Rund ein Viertel des deutschen Fleischverbrauchs entfällt auf Geflügelfleisch. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Geflügelfleisch lag im Jahr 2017 bei 20,9 Kilogramm – Tendenz steigend. Darüber freuen wir uns. Und darauf sind wir auch ein wenig stolz. Zugleich wissen wir um unsere hohe Verantwortung, die wir für Tier, Mensch und Umwelt tragen. Deshalb verfolgen wir ein großes Ziel:

 

Wir wollen das beste Geflügelland der Welt sein.

Ein integriertes System

Anders als andere Branchen der Nutztierhaltung ist die Geflügelwirtschaft schon immer über die gesamte Erzeugungskette hinweg eng miteinander verzahnt – als ein integriertes System, in dem Geflügelzuchtunternehmen, Brütereien, Hähnchen-, Puten- und Entenhalter, Schlachtereien, Verarbeiter und Vermarkter Hand in Hand arbeiten.

 

Kurz: Jeder macht das, was er am besten kann. Selbstständig und in eigener Verantwortung. Zugleich profitieren alle Stufen der Geflügelfleischerzeugung vom ausgeprägten Wissenstransfer innerhalb unserer Gemeinschaft. Immer mit dem gemeinsamen Ziel einer bestmöglichen Prozessqualität. Dieses integrierte System als Branchenprinzip ist bis heute in der deutschen Nutztierhaltung einmalig.

Vorreiter aus Tradition

Verantwortungsvolles Handeln gehört für unsere zum größten Teil familiengeführten Betriebe zum Selbstverständnis.

 

Seit Anfang der 70er Jahre setzt die moderne Geflügelwirtschaft gemeinsam Standards. Hand in Hand arbeiten Geflügelzuchtunternehmen, Brütereien, Landwirte, Schlachtereien, Verarbeiter und Vermarkter zusammen für die besten Prozesse und sorgen so für höchste Produktqualität.

 

Verbraucherwünsche ändern sich – beispielsweise vom Tiefkühlhähnchen zum küchenfertigen Frischeprodukt. Diesem Wandel stehen wir nicht nur offen gegenüber, wir gestalten ihn aktiv mit. Das gilt nicht nur für Präferenzen beim Produkt, sondern auch für unsere Standards. Das sieht man beispielsweise an den von der Branche initiierten „Puten-Eckwerten“ für eine tiergerechte Putenhaltung, die kontinuierlich weiterentwickelt wurden.

 

Mehr zu den „Puten-Eckwerten“ lesen Sie hier.

 

Unsere Standards dienen als Vorbild. So wird auf Grundlage der „Puten-Eckwerte“ eine europäische Regelung („EU-Putenhaltungsverordnung“) angestrebt. Auch die EU-weit geltenden Regelungen zur Haltung von Hähnchen sind nach deutschem Vorbild entstanden: Basis war hier ebenfalls eine freiwillige Vereinbarung der deutschen Hähnchenwirtschaft.

 

Die deutschen Gesetze und Branchenstandards gehören heute zu den strengsten der Welt. Das finden wir gut. Unsere Arbeit steht aber auch in einem globalen Kontext. Die Märkte und Warenströme werden offener. Die Geflügelfleischerzeugung in Deutschland muss auch in Zukunft in der Lage sein, im globalen Wettbewerb zu bestehen.

Branche mit Zukunft

Geflügelfleisch aus Deutschland wird immer beliebter. Auch weil es viele ernährungsphysiologische Vorzüge hat: Es ist vielseitig, fettarm und ein wertvoller Proteinträger. Die deutsche Herkunft ist dabei ein wichtiges Entscheidungskriterium beim Einkauf: 84 Prozent der deutschen Bevölkerung ist es wichtig, dass ihr Geflügel aus Deutschland kommt. Und 80 Prozent der jungen Deutschen geben an, mindestens einmal pro Woche Geflügel zu essen. 28 Prozent wollen das künftig noch öfter tun.

 

Geflügel hat Zukunft.

 

Mehr über Kochen mit Geflügel.

Ausbildung Hohe Standards garantiert

Wir wollen immer besser werden. Dieser Anspruch lässt sich auch daran ablesen, dass wir die Ausbildung der Geflügelhalter stetig weiterentwickeln. So verbinden wir erfolgreich Tradition mit Innovation und unterstützen unseren Nachwuchs gezielt beim Einstieg ins Berufsleben.

Drei Ausbildungswege mit unterschiedlichen Schwerpunkten ebnen für junge Leute den Weg in die moderne Geflügelwirtschaft. In jeder Ausbildung erwerben sie fachliches und methodisches Know-how.

Drei Ausbildungswege: Für jeden das Richtige

Ausbildung zum Tierwirt/zur Tierwirtin

Die Ausbildung zum Tierwirt/zur Tierwirtin dauert drei Jahre. In einem Berufsgrundschuljahr legen die Auszubildenden inhaltliche Schwerpunkte in Agrarwissenschaften und arbeiten begleitend bereits einen Tag pro Woche in einem Betrieb, idealerweise in einem Geflügelbetrieb. Ziel des Berufsgrundschuljahres ist die Verknüpfung der fachpraktischen und fachtheoretischen Grundausbildung mit praktischen Lehrgängen sowie eine berufsfeldübergreifende Allgemeinbildung. Das zweite und dritte Ausbildungsjahr verbringen die Lehrlinge bei einem qualifizierten Ausbilder (i. d. R. einem Geflügelwirtschaftsmeister). Dabei ist es üblich, dass Lehrlinge häufiger den Betrieb wechseln, um so Einblicke in unterschiedliche Facetten der Geflügelproduktion zu erlangen und fachliche Lücken zu schließen. So kann für jeden Auszubildenden die praktische Lehrzeit individuell angepasst werden.

Weiterbildung zum Tierwirtschaftsmeister/zur Tierwirtschaftsmeisterin

Wer bereits eine Ausbildung zum Tierwirt/zur Tierwirtin absolviert hat, kann sich zum Tierwirtschaftsmeister/zur Tierwirtschaftsmeisterin weiterbilden. Neben fachpraktischen und fachtheoretischen Inhalten stehen hier vor allem kaufmännisch-rechtliche und berufs- und arbeitspädagogische Inhalte im Mittelpunkt. Diese vermitteln den Auszubildenden wertvolle Kompetenzen für die Betriebsführung.

Agrarwissenschaftliches Studium und Traineeprogramm

Aber auch für Hochschulabsolventen ist der Einstieg in die Geflügelwirtschaft interessant. Studienangebote wie Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Nutztierwissenschaften eröffnen forschungsorientierte Ausbildungswege, bei denen die tiergerechte, ressourcen-, umwelt- und klimaschonende Erzeugung tierischer Lebensmittel im Vordergrund steht. Neben einem Einstieg in die landwirtschaftliche Erzeugung bieten sich Studierenden vielfältige Möglichkeiten zur Arbeit im wissenschaftlichen oder behördlich-administrativen Bereich.

 

Mit einem ganzheitlichen Traineeprogramm schafft die deutsche Geflügelwirtschaft einen weiteren innovativen Ausbildungsweg für junge Hochschulabsolventen. Damit können sie den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere in der Geflügelwirtschaft legen. Die Trainees bekommen Einblicke in alle Stufen der Geflügelfleischerzeugung – von der Züchtung über die Brütereien bis hin zum Marketing. Neben dem theoretischen Teil des Programms sammeln die Trainees im Praxisteil bereits erste Managementerfahrung. So sind sie für eine Führungsposition an einer der Stationen entlang der Wertschöpfungskette bestens gerüstet.

Die Sachkundebescheinigung und -prüfung Profis am Werk

Prüfungsgebiete der Sachkundebescheinigung

  • bedarfsgerechte Versorgung der Masthühner mit Futter und Wasser
  • Grundkenntisse der Anatomie und Physiologie der Masthühner
  • Grundkenntisse des Verhaltens von Masthühnern
  • tierschutzrechtliche Vorschriften
  • Anzeichen von Gesundheitsstörungen, Verhaltensstörungen oder Stress bei Masthühnern und mögliche Gegenmaßnahmen
  • Notbehandlung von Masthühnern, Notschlachtung und Tötung
  • Maßnahmen, mit denen dem Ausbruch und der Verbreitung von Krankheiten vorgebeugt werden kann.
  • sorgsamer Umgang mit Masthühnern
  • Einfangen, Verladen und Befördern von Masthühnern
  • ordnungsgemäße Tötung

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Meier

was muss ich tun, damit ich mit meinem Geflügelgenuss nicht mitschuldig werde am Hähnchenschreddern oder am Schnäbelkürzen?

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